Gewerbegebiete

Gewerbegebiete

Die Grünen sprechen sich erneut gegen den Bau weiterer Logistik-Hallen im Businesspark Müllendorf aus. Das dortige „LKW-Mekka“ gehe auf Kosten der dortigen Ackerflächen. Neben den Neubauten des Sektproduzenten Schlumberger und des Verteilerzentrums der Fima HOLTER entsteht neben der A3 – wie BVZ-Recherchen erstmals zeigten – auch eine weitere Halle auf 27.000 Quadratmetern mit Vermietungskonzept.

Erst 2022 hatte die deutsche Immobilienunternehmen GARBE dort ein 64.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum mit selbigem Konzept errichtet. „Jedes Jahr werden hier in Müllendorf für Logistiklager, Gewerbe und die dazugehörigen Parkplätze zigtausende Quadratmeter Acker zerstört. Erst vor knapp zwei Jahren wurde am Nachbargrundstück ein Logistiklager errichtet – und das, obwohl hier in wenigen hundert Metern Umkreis Gewerbegebäude leer stehen”, kritisiert Klubobfrau Regina Petrik.

Spatenstich in Müllendorf - nicht ohne Kritik

Die Grünen fordern dabei auch erneut Leerstands-Management als Gegenkonzept zur Versiegelung neuer Boden. Zuletzt nannten die Grünen die Druckerei Leykam als Beispiel – das Land dementierte den Leerstand. Diesmal führen Petrik und co. „die ungenutzte Fläche des ehemaligen Lidl-Lagers“ als Beispiel an. Zu diesem hieß es in den vergangenen Jahren – trotz leerer Parkplätze und Ausbleiben der früher omnipräsenten Lidl-LKWs – von Unternehmen und Land, es herrsche Vollbetrieb.

Nicht nur dass durch die Bodenversiegelung Ackerflächen für den Anbau regionaler Lebensmittel fehlen würden, auch „gehe die Wasseraufnahme- und Filterfunktion des Bodens verloren, es werde kein CO2 mehr gespeichert und Insekten, Vögel und Wildtiere würden ihren Lebensraum verlieren, so Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller.

Leerstandsmanagement statt Bodenversiegelung

Auch am Businesspark Steinberg-Dörfl lassen die Grünen kein gutes Haar. Landessprecherin-Stellvertreter Philip Juranich verweist darauf, dass bereits vier Gemeinden aus dem Projekt ausgestiegen seien. „Generell seien Businessparks Relikte aus der Vergangenheit”, formuliert es Spitzmüller. Auch hier heiße das grüne Gegenkonzept Leerstandsmanagement.

Das Land betont dagegen immer wieder, dass man mit den interkommunalen Businessparks sogar Bodenversiegelung entgegenwirke, da man auf Aufgleichsflächen setze und einen Fleckerlteppich an kommunalen Businessparks samt einhergehender Konkurrenz verhindere.

Read More

Comments

0 Comments Write a comment

Write a comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *